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Regina Porath

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Diskussion zur Kitaoffensive und ihrer Finanzierung

Veröffentlicht am 10.02.2017, 13:52 Uhr     Druckversion

Der Beschluss zur Qualitätsoffensive in unseren Kitas wurde Ende 2015 einstimmig gefasst - auch mit den Stimmen von WiF und FDP. Alle waren sich damals darin einig, dass man das Konzept für die notwendige Finanzierung noch gemeinsam entwickeln wollte. Schade, dass sich jetzt nicht mehr alle Fraktionen der Verantwortung stellen wollen. Kommunalpolitisch aktiv zu sein bedeutet auch sich der Verantwortung zu stellen und sich nicht wegzudrücken, wenn Antworten gefragt sind.

Für die SPD war immer klar, dass eine Elternbeitragserhöhung nicht in Frage kommt, denn Bildung und Kitabetreuung sind Aufgaben, die von der Gemeinschaft getragen werden müssen und nicht allein den Eltern aufgebürdet werden können. Wir haben hier Wort gehalten und stehen dazu.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Helmut Trost erklärt: "Ca. 10.000 Kinder, Eltern, Erzieherinnen und Erzieher bekommen direkt die positiven Wirkungen der Kita-Offensive zu spüren. Ein besserer Bildungsstart für die Kinder, eine verlässlichere Betreuung, bessere Arbeitsbedingungen für alle Beschäftigten, auch die, die bisher Teilzeit gearbeitet haben, sind nur die direkten positiven Folgen der Qualitätsverbesserungen in den Kitas."

"Man darf die indirekten positiven Folgen zum Beispiel für Arbeitgeber nicht unterschätzen. In Zeiten des Fachkräftemangels wird das ein klarer Standortvorteil bei der Mitarbeiteranwerbung sein. Wir müssen den Fachkräftemangel zum Beispiel in der Pflege so schnell wie möglich beseitigen. Davon ist ganz klar auch die ältere Generation betroffen.. Die Kita-Offensive allein wird das Problem nicht lösen, aber sie legt den Grundstein dafür, dass wir das Problem in den Griff bekommen", ergänzt Florian Matz, Kreisvorsitzender und finanzpolitischer Sprecher der Ratsfraktion: "Wir sagen nicht nur, was wir erreichen wollen, wir sagen auch, wie es bezahlt werden soll. Das ist die Verantwortung, die wir als Ratsfrauen und -Herren übernommen haben. Diese tragen wir auch, wenn nicht alle jubeln."

Helmut Trost und Florian Matz verhehlen nicht, dass Ihnen eine geringere Grundsteueranhebung lieber gewesen wäre: "Als SPD-Ratsfraktion wollten wir, dass auch die Gewerbesteuerzahler ihren Beitrag leisten. Denn Gewerbebetriebe sind nun einmal unmittelbare Nutznießer der Standortvorteile, die Flensburg bietet. Viele ihrer Mitarbeiterinnen in Unternehmen können dort nur deshalb beschäftigt sein, weil die Kinder in unserer Stadt so gut betreut werden. Die Last gerecht auf alle Schultern zu verteilen und die Gewerbetreibenden einzubeziehen war politisch leider nicht mehrheitsfähig."




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